Veranstaltungen

28.09.2017 Was Machst Du So?

WasMachstDuSo

Lasst uns (nicht) über Arbeit reden

mit

Katharina Mader 
Johannes Ponader 
Michael Hirsch 

Moderation: Jana Vetten

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Noch hat die Arbeit eine existenzielle Bedeutung in unserer Gesellschaft: Sie stellt nicht nur eine ökonomische Grundbedingung für die materiellen Lebensgrundlagen dar, sondern generiert auch maßgeblich immaterielle Werte wie Sinn, Anerkennung und gesellschaftliche Integration. Die Frage „Was machst du so?“ ist Ausdruck eines Imperativs, der die Erwerbsarbeit als idententitätsstiftendes Merkmal in den Mittelpunkt rückt. Tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt, wie permanente Beschleunigung und exponentiell verlaufende technologische Entwicklungen, stellen die bisher so dominante Rolle der Arbeit radikal in Frage. Was kann eine Gesellschaft zusammenhalten, die nicht mehr derart stark durch die Integrationskraft der Arbeit strukturiert wird? Was können neue Sinnressourcen und Formen der Anerkennung sein? Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen?

Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft die Ökonomin Katharina Mader, den Mein Grundeinkommen-Mitbegründer Johannes Ponader und den Philosophen Michael Hirsch eingeladen.

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Die Diskussion ist Teil der Wienwoche 2017 – Arbeit am Müßiggang in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Müßiggang.

10.10.2017 I‘m A Cyborg, But That‘s OK

Die Utopie einer Gesellschaft, in der sich die Grenzen zwischen Mensch und Technik auflösen, scheint nicht mehr weit. Was sind Chancen und Risiken des Transhumanismus?

20.11.2017 Aus Meiner Festung Seh‘ Ich Nach Draußen

Die Debatte rund um einen nationalstaatlichen und europäischen Wertekanon lässt uns fragen: Zwischen Rechtsstaat und Bierzelt, welches kulturelle Erbe wollen wir?

Vergangene Veranstaltungen

05.06.2017 Who You Gonna Trust?

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Lasst uns über Vertrauen sprechen

mit

Philipp Blom
Helen Yanovsky
Markus Brunner

 

Moderation: Jana Vetten

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„Man kann nicht nicht vertrauen“, lautet eine These von Gewaltforscher Jan Philipp Reemtsma. Um als soziale Wesen funktionieren zu können, unterstellen wir täglich Normalität. Wir vertrauen auf die Sicherheit vor Gewalt und Terror, das Funktionieren von staatlichen Strukturen und den Bestand von sozialen Beziehungen. Der Salon in Gesellschaft will die Rolle des Vertrauens näher beleuchten. Was passiert, wenn das Vertrauen in Vereinbarungen und Gesetze zu bröckeln beginnt? Woher kommt das wachsende Misstrauen gegenüber politischen Institutionen?

Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft und das Vienna International Shorts den Historiker und Autor Philipp Blom, die Filmemacherin Helen Yanovsky und den Sozial-Psychologen Markus Brunner eingeladen.

16.05.2017 Old World Underground, Where Are You Now?

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Anti Anti

mit

Marie Christin Rissinger
Philipp Ikrath
Martin Blumenau

Moderation: Jana Vetten

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Gegen-, Sub- und Jugendkultur sind Begriffe, die wie aus der Zeit gefallen scheinen. 40 Jahre nachdem die Sex Pistols „Anarchy in the UK“ ausgerufen haben, könnte nur mehr der „Business Punk“ übrig sein. Der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis meint, dass der Imperativ der Selbstverwirklichung in der heutigen kapitalistischen Ordnung keine Rebellion mehr hervorbringen mag, sondern vor allem neue Märkte erschließt. In diesem Sinne werden neue Codes umgehend vereinnahmt und als Mittel zur Selbstdefinition im Eigenmarketing verwendet. Stimmt dieser (kultur-)pessimistische Befund? Und wo sind im Zeitalter der Selbstoptimierung die Räume, in denen (junge) Menschen kulturell und politisch experimentieren, scheitern und an Gegenentwürfen bauen können?

Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft die Künstlerin und Aktivistin Marie Christin Rissinger, den Jugendforscher Philipp Ikrath und den Journalisten Martin Blumenau eingeladen.

 

18.04.2017 Boys Don’t Cry

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Lasst uns über Männer reden

mit

Maria Sagmeister
Ali Kalfa
Ranthild Salzer

Moderation: Jana Vetten

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Der Mann sei in der Krise. Zahlreiche gesellschaftliche Herausforderungen sind auch als Krisen der Männlichkeit lesbar. Von „male bashing“ über den ‚angry white man’ bis hin zu den Emanzipations- und Modernisierungsverlierern kursieren Ideen und Begriffe, die eines hervorstreichen: Was und wie ein Mann ist, sorgt für Diskussionen. Einerseits – wie etwa von Autor Jack Urwin vertreten – werden traditionelle männliche Stereotype für Gewalt und Aggression verantwortlich gemacht. Vorbilder und Strategien im Umgang mit Emotionen fehlen, so die These. Andererseits wird beklagt, dass der Verlust von klassischen Rollenbildern einen destabilisierenden Effekt auf die Gesellschaft nach sich zieht. Der Salon versucht ein differenziertes Bild zu zeichnen und fragt nach alten Privilegien und neuen Herausforderungen: Wie entstehen Bilder von Männlichkeit? Welche Rolle spielt die (Pop-)Kultur und die Sozialisation?

Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft die Juristin Maria Sagmeister, den Pädagogen Ali Kalfa und die Anglistin und Kulturwissenschafterin Ranthild Salzer eingeladen.

 

21.03.2017   Wer F*ckt Wen?

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Lasst uns übers Reden reden
 
mit
 
Elisabeth Holzleithner
Sergej Seitz
Michael Fleischhacker
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Moderation: Jana Vetten
 
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Die sogenannte Political Correctness ist nicht erst seit Gestern zum Kampfbegriff verkommen, sondern war von Beginn an Gegenstand massiver Kritik. In der Nachbetrachtung der jüngsten Erfolge von rechtspopulistischen Parteien setzt sich allerdings in immer weiteren Kreisen die Einsicht durch, als habe “die Political Correctness” durch Sprechvorgaben einen gesellschaftlichen Überdruck verschärft. Der IV. Salon in Gesellschaft versucht etwas Klarheit in das Dickicht der üblichen Diskursverläufe zu bringen. Handelt es sich bei der PC, um ein notwendiges auf Inklusion ausgerichtetes reformistisches Programm, das mit seinen Feinjustierungen endlich einer demokratischen Gesellschaft würdig ist? Oder zeugen die Mechanismen der PC von einem totalitären Geist, die darüber hinaus die grundlegenden Probleme und Debatten unangetastet lassen?
 
Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft die Rechstphilosophin und Juristin Elisabeth Holzleithner, den Journalisten und Autor Michael Fleischhacker und den Sprachphilosophen Sergej Seitz eingeladen.
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17.01.2017   Arbeit Ist Ein Schöner Beruf

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Lasst uns über Arbeit reden

mit

Carina Altreiter
Gabriele Michalitsch
Niko Alm
Klaus Firlei

Moderation: Jana Vetten

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Den III. Salon in Gesellschaft widmen wir jener paradoxen Welt, die wir Arbeit nennen. Arbeit soll uns ausfüllen, soziale Anerkennung bringen und identitätsstiftend wirken; ein Versprechen, an das immer weniger Menschen glauben. Es entstehen zunehmend prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Ich-AGs, die scheinbar mehr Zwang ausüben, als dass sie uns befreien. Welche Arbeitsbegriffe- und Konzepte liegen unserer Gesellschaft zugrunde? Welchen Stellenwert soll Arbeit zwischen Selbstbestimmtheit und Erwerbszwang in Zukunft haben?


Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft die Soziologin Carina Altreiter, die Politikwissenschafterin und Öknomin Gabriele Michalitsch, Unternehmer und Politiker Niko Alm und Arbeits- und Sozialrechtsexperte Klaus Firlei eingeladen.

 

 

10.12.2016   Du Und Deine Welt

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Lasst uns über Demokratie reden

mit

Lena Doppel
Bernhard Heinzlmaier
Matthias Traimer

Moderation: Jana Vetten

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Der II. Salon in Gesellschaft widmet sich der zunehmenden gesellschaftlichen Fragmentierung. Moderne Informationstechnologien führen zunehmend zu verbarrikadierten sozialen Systemen. Dabei gerät der persönliche News-Stream leicht zur Bestätigung der eigenen Meinung. Das fördert abgegrenzte, in gewisser Weise autistische Sichtweisen auf die Welt. Selbst krude Verschwörungstheorien werden dabei in Form permanent sich selbst bestätigender Konsense zur Wahrheit erhoben.

Was bedeuten diese Beobachtungen für demokratische Meinungsbildungsprozesse? Wie fragmentiert und ausdifferenziert können Gesellschaften sein, um weiterhin ein Mindestmaß an Gemeinsinn zu generieren? Stellt die Informationsbereitstellung, wie sie etwa durch Massenmedien wie den öffentlich-rechlichen Rundfunk und die Presse sichergestellt wird, eine notwendige Voraussetzung für die Demokratie dar oder sind die neuen Medienwelten geradezu paradigmatisch ein “marketplace of ideas”? Steht die Fragmentierungskritik für eine “Heile-Welt”-Romantik oder ist sie doch eine sinnvolle Antwort auf gesellschaftliche Zerissenheit?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit dem Soziologen und Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier, der Autorin und Universitätslektorin am Institut für Puiblizistik der Universität Wien Lena Doppel und dem Leiter der Medienabteilung des Verfassungsdienstes im Bundeskanzleramt Matthias Traimer.

 

12.11.2016   On A Good Day You Can See The End From Here

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Lasst uns über Demokratie reden

mit

Philipp Blom
Barbara Toth
Tobias Schuster

Moderation: Simone Grössing
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Der I. Salon in Gesellschaft widmet sich einer Standortbestimmung des Gemeinwesens, der Demokratie. Vom Brexit-Referendum bis zur österreichischen Präsidentschaftswahl, von den Schwedendemokraten bis zur Alternative für Deutschland: Die politischen Landschaften der EU-Mitgliedstaaten werden zusehends mit Populismus und Identitätspolitik konfrontiert. In Ostmitteleuropa stehen nativistisch-populistische Kräfte an der Staatsspitze. Befinden wir uns am Weg in die illiberale Demokratie? Und warum nochmal genau wäre das beklagenswert?

Um diese und andere Fragen zu erörtern, hat der Salon in Gesellschaft den Autor und Historiker Philipp Blom, die Journalistin und Leiterin des Politik-Ressorts des Falters Barbara Toth und den leitenden Dramaturgen des Schauspielhauses Wien Tobias Schuster eingeladen.